Die Nutzung von Videospielen bei Kleinkindern

7. Mai 2021

Die Nutzung von Videospielen bei Kleinkindern

Eines der Themen, das Eltern und Kinderpsychologen immer wieder beschäftigt, ist der Einfluss von Videospielen auf die Gesundheit der Kleinsten. Vom Gameboy mit seinem unfehlbaren Mario Bros in zwei Dimensionen bis zur neuen Play Station 5 sind Videospiele nicht mehr nur eine Form der Unterhaltung, sondern auch der Sozialisierung für Erwachsene und Kinder. Aber wie wirkt sich das auf die Gesundheit von Kindern aus?

Seit den 70er Jahren nutzen Kinder zunehmend Videospiele, sodass mit dem Ausbruch der Pandemie die Interaktion über diese virtuellen Welten enorm zugenommen hat.

Diese neue Normalität, in der soziale Interaktionen eingeschränkt sind, hat viele Eltern dazu veranlasst, sich nicht nur zu fragen, ob sie ihren kleinen Kindern Videospiele näherbringen sollten, sondern auch wann. Und hier ist das Alter der entscheidende Faktor. 

Auswirkungen von Videospielen auf die Gesundheit


Die American Academy of Pediatrics (AAP) empfiehlt, dass Kinder unter 18 Monaten Bildschirme vollständig meiden sollten, da ihr Gehirn zwar daran gewöhnt ist, mit schnellen Veränderungen besser umzugehen als das entwickelte Gehirn eines Erwachsenen, Kinder in diesem Alter jedoch passive Empfänger sind, die nicht mit dem Bildschirm interagieren, was zu einer Verringerung der Aufmerksamkeit führen kann. Kleinkinder zwischen 18 und 24 Monaten sollten hochwertige Programme oder Anwendungen nur zusammen mit ihren Eltern nutzen, damit diese Stimmungsschwankungen beobachten und gleichzeitig eine emotionale Interaktion zwischen den Kindern, den Bildschirmen und ihren Eltern herstellen können. Beobachten Sie den Bildschirm, auf dem Ihre Kinder spielen, und halten Sie Ausschau nach Möglichkeiten, eine Beziehung zum Spiel aufzubauen. Schließlich weist die AAP darauf hin, dass Vorschulkinder zwischen zwei und fünf Jahren nicht mehr als eine Stunde pro Tag mit dem Anschauen von „hochwertigen Programmen” verbringen sollten.  Ab diesem Alter erweitert sich die Aufmerksamkeitsspanne der Kinder, sodass sie beginnen können, komplexere Spiele zu spielen, die eine umfassendere Interaktion mit dem Bildschirm erfordern. Daher ist es notwendig, dass diese Spiele dem kognitiven Niveau der Kinder entsprechen.

Wie Bücher oder Filme haben auch Videospiele ein ideales Alter, in dem sie die Entwicklung derjenigen fördern können, die in ihre virtuelle Welt eintauchen. Dr. Sinem Siyahhan , außerordentliche Professorin für Bildungstechnologie und Lernwissenschaften und stellvertretende Direktorin des Zentrums für Forschung und Engagement in der MINT-Bildung (CRESE), weist darauf hin, dass Videospiele nicht nur für ein bestimmtes Alter geeignet sein sollten, sondern auch dem jeweiligen Fähigkeits- und kognitiven Niveau entsprechen müssen. Spiele mit komplizierten Steuerungen können ein Kind im Vorschulalter überfordern. Sie empfiehlt daher, in Foren zu recherchieren, den Verkäufer zu fragen oder auf Plattformen wie AppleStore oder Google Play nachzuschauen, für welches Alter das Videospiel entwickelt wurde.

Videospiele haben ebenfalls einen großen Einfluss auf die Schlafgewohnheiten unserer Kinder. Die Vorteile eines regelmäßigen, ausreichenden Schlafes sind überzeugend. Eine kürzlich in der medizinischen Fachzeitschrift Pediatrics zeigt einen Zusammenhang zwischen einer konstanten Schlafenszeit und dem Verhalten von Kindern. Je unregelmäßiger die Schlafenszeit war, desto mehr Verhaltensauffälligkeiten zeigten die Kinder. Blaues Licht stört diese Schlafmuster, indem es den Melatoninspiegel beeinflusst. In der Regel führt helle Lichteinstrahlung am Morgen zu einer früheren Einschlafzeit am Abend und am Nachmittag zu einer späteren Einschlafzeit.

Wie wirkt sich das Spielen von Videospielen auf die Augen aus?

Ebenso kann das blaue Licht, das von digitalen Geräten wie Tablets, Fernsehern oder Mobiltelefonen ausgestrahlt wird, für die empfindlicheren Augen unserer Kinder besonders schädlich sein und zu Kurzsichtigkeit oder Amblyopie führen. Mehrere Untersuchungen zeigen, dass das ständige Fokussieren auf nahe Sichtbereiche, wie es beispielsweise bei Videospielen der Fall ist, das Auge belasten und ermüden kann. 

Es gibt mehrere Möglichkeiten, dies zu verhindern. Die erste besteht darin, die Nutzung von Geräten zu begrenzen. Experten empfehlen in der Regel maximal eine Stunde pro Tag. Versuchen Sie stattdessen, sich im Freien zu betätigen oder andere Freizeitaktivitäten zu finden, die keine Bildschirme erfordern. 

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung einer zugelassenen Blaulichtfilterbrille, speziell für Kinder oder für Videospiele, die sich an die Augen der Kleinsten anpassen und sie vor diesen Melatoninveränderungen schützen, wie Sie sie auf unserer Website finden können.










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